WALTER KLINGENBECK GEDENKTAFEL AM WOHNHAUS AMALIENSTRASSE 44

Am Sonntag, 5. August, wurde die Erinnerungstafel für Walter Klingenbeck im Rahmen der „Erinnerungszeichen“ der Landeshauptstadt München am ehemaligen Wohnhaus, Amalienstraße 44, feierlich angebracht und durch Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg gesegnet.

Es sprachen: Stadtrat Marian Offman in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München, Dr. Michael Stephan, Leiter des Stadtarchivs München, Klaus Bäumler, Initiator der Tafel, Frau Miller, für die Mieterschaft, Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg.

Zwischen 1933 und 1945 wurden in München etwa 10.000 Frauen, Kinder und Männer aus politischen und rassistischen Motiven, wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihres Glaubens, ihrer unangepassten Lebensweise und aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen oder Behinderungen verfolgt und ermordet. Viele dieser Menschen gerieten in den Jahrzehnten nach Kriegsende in Vergessenheit, ihr Schicksal hatte keinen Platz im kollektiven Gedächtnis.
An den einstigen Wohnorten dieser Menschen werden künftig Erinnerungstafeln und -stelen errichtet. Diese Erinnerungszeichen können auf Wunsch von Angehörigen oder auf Anregung aus der Stadtgesellschaft entstehen.
Am 26. und 27. Juli sowie am 5. August 2018 wurden nun erstmals Erinnerungszeichen an sechs Standorten von Vertreterinnen und Vertretern der Landeshauptstadt München, Angehörigen sowie Initiatorinnen und Initiatoren an die Öffentlichkeit übergeben.

Bild: "Gestaltung und Photografie stauss processform, München"