ONE WORLD FLAG

Heute, 20. Mai 22, u: 11 Uhr live auf YouTube: Thomas Mandl zur One World Flag. https://youtu.be/32W0fwmfNRE

Ein blauer Kreis auf transparentem Grund: Thomas Mandl aus München hat eine Flagge entworfen, die für die ganze Welt stehen soll. Bis Ende des Jahres sollen die Unikate in hundert Ländern wehen.

Thomas Mandl hält den blauen Stoff gegen das Licht und runzelt die Stirn. "Der Punkt soll eigentlich nicht durchsichtig sein", sagt der 28-jährige Münchner und meint damit das zentrale Element der von ihm entworfenen Eine-Welt-Flagge: einen blauen Kreis. Er soll die Erde symbolisieren, "der Ort, den wir alle teilen, und der einzige Ort, auf dem Menschen überleben können", sagt Mandl. Er hat genaue Vorstellungen, wie seine Flagge auszusehen hat – und transparent darf nur der Stoff für den rechteckigen Hintergrund sein.

One World Flag

Denn das ist der Clou an seinem Design: Durch das lichtdurchlässige Gewebe ist immer auch die Umgebung zu sehen, in der die Fahne weht. "Alles auf der Welt verändert sich stetig", sagt der Fotograf. "Deshalb braucht man einen Hintergrund, der sich mitverändert." Eine Flagge, die für alle Menschen auf der Welt steht, die alle Nationen hinter sich vereint – das ist Mandls Idee. Unsere Welt sei so gut vernetzt wie nie zuvor, betont er. Gleichzeitig lebten wir in sehr unsicheren Zeiten, konfrontiert mit humanitären Krisen, sozialer Ungleichheit, Populismus und dem Klimawandel. "Wenn wir eines brauchen, ist es Einheit. Und Einheit braucht ein Symbol." Mandl: "Jeder kann sie nachmalen"

Mandl weiß, dass vor seiner schon andere Weltflaggen ausgedacht wurden. Zu den bekanntesten Anwärtern zählt die himmelblaue Flagge der Vereinten Nationen. Sie ziert eine Karte der von Menschen bewohnten Erdteile, eingerahmt von zwei Olivenzweigen. Ein anderer Versuch stammt von dem US-amerikanischen Aktivisten John McConnell (1915-2012), der 1970 den "Tag der Erde" ins Leben gerufen hat. Seine Erdflagge zeigt eine Fotografie des Planeten Erde.
Es folgten Vorschläge von Organisationen wie der Weltbürgerbewegung oder des Weltfriedenskongresses sowie verschiedener Künstlerinnen und Künstler. Fast alle zeigen den Erdball. Doch keine der Flaggen hat es bisher auf Demonstrationen in aller Welt oder in die Schlafzimmer von Jugendlichen und Studenten geschafft – noch wurde sie von Seiten einer Regierung anerkannt. Mandl meint zu wissen, woran das liegt: Die bisherigen Modelle seien zu kompliziert gewesen. "Hier eine Blume, da eine Taube", kritisiert er. Seine Skizze, die an die Nationalflagge Japans erinnert, sei besonders simpel. "Jeder kann sie nachmalen."

 Mit einem "One World Flag Ambassador Programm" sollen Botschafterinnen und Botschafter die Flagge in alle Teile der Erde tragen und Geschichten über Einheit und Hoffnung sammeln, erklärt er.Mandl träumt von Flaggen auf der Münchner Staatsoper und in New York, aber auch in Konfliktregionen wie der Grenze zwischen der USA und Mexiko oder Israel und Palästina. Bis Ende des Jahres soll die Flagge in hundert Ländern wehen. "Es gibt so viele tolle Fahnenmaste auf der Welt."   (Quelle: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/menschen/one-world-flag-was-thomas-mandl-mit-seiner-weltflagge-erreichen-will)

Demnächst wird die ONE WORLD FLAG auch auf beiden Kirchtürmen von St. Ludwig wehen und zur Vereinigung aller Erdenbürger*innen aufrufen!

Website 1worldflag.com

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Interview BR/PULS

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